“Schwerverbrecher mit Spritzen” überschreibt Friedhard Teuffel seinen Kommentar im “Tagesspiegel” zur Ankündigung aus unserem Nachbarland Österreich, überführte Doper künftig wie Verbrecher zu behandeln und für bis zu drei Jahre – in “schweren Fällen” sogar bis zehn – hinter schwedische Gardinen wandern zu lassen.
Die Alpenrepublik will mit dem Gesetzesentwurf den zahlreichen Dopingskandalen Rechnung tragen, die vor allem im Zusammenhang mit der “Wiener-Blutbank-Affäre” an die Öffentlichkeit gelanden. Um nicht missverstanden zu werden: Doping im sportlichen Wettkampf ist Betrug und muss entsprechend geahndet werden – keine Frage. Doch entzieht sich das Vorhaben der österreichischen Justiz einer gewissen Verhältnismässigkeit und zeugt von einem hohen Mass von Populismus.
Darum einfach einen Blick werfen auf den Kommentar von Herr Teuffel, ihm ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen: http://www.tagesspiegel.de/sport/doping/Doping;art2650,2951884