“Können wir bei der WM Team Nummer 33 sein?” – ein Schreiben mit dieser Bitte erreichte die Tage Joseph S. Blatter, mächtiges Oberhaupt des Internationalen Fußball-Verbandes FIFA. Absender: der irische Fußball-Verband FAI.
Die Mannen von der grünen Insel hatten nach einem Handspiel des Franzosen Thierry Henry und dem 1:1 in der Verlängerung des Relegationsspiels zwischen Frankreich und Irland die Qualifikation für die WM 2010 verpasst (‘Handspiel Henry‘). Einen Antrag auf Wiederholung der Partie hatte die FIFA bereits abgelehnt – der Schiedsrichter habe das Handspiel nicht gesehen und fertig. Zumindest ein Wiederholungsspiel wäre gerecht gewesen – aber was ist in Zeiten von Lug und Betrug im Sport schon gerecht? Und ganz sollte man nicht außer Acht lassen: wer sagt denn, dass die zweifelsohne wacker kämpfenden Iren auch ohne das vorbereitende Handspiel Henrys das Ticket nach Südafrika überhaupt gelöst hätten – sprich die Partie für sich entschieden hätten? Zumindest kündigte FIFA-Boss Blatter an, dem Exekutivkomitee seines Verbandes die Bitte des irischen Verbandes zur Diskussion vorzulegen, auch wenn die Aufsicht auf Erfolg ziemlich gering sein dürfte. Zumindest über die Einführung eines Torrichters sollte die FIFA anfangen nachzudenken – es wäre einfach nur gerecht.