Deutschlands Fußballfans können (vorerst) aufatmen: die DFB-Spitze um Präsident Dr. Theo Zwanziger und das DFB-Trainer-Manager-Team um Bundestrainer Joachim Löw und Team-Manager Oliver Bierhoff haben sich am Wochenanfang doch noch die Hand gereicht, um die Vorbereitung Deutschlands Elite-Kicker auf die Weltmeisterschaft in Südafrika nicht zu gefährden.
Wie lange der Burgfrieden vom Frankfurter Stadtwald jedoch Bestand hat, sei dahingestellt. Eines ist jedoch sicher: die Giftpfeile, mit denen sich beide Parteien über die Medien fleißig beschossen haben, haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Das Tischtuch zwischen DFB-Oberen und Trainer bzw. Manager ist zerschnitten. Es scheint doch sehr unwahrscheinlich, dass Deutschlands Bundestrainer nach den Titelkämpfen am Kap der guten Hoffnung weiter Jogi Löw heißt. Dieser stellt sich nicht umsonst vor seinen Teammanager Bierhoff, dessen volle Rückendeckung der Schwabe Löw genießt. Bierhoff wiederum hat für den DFB einen nicht zu verachtenden Wert: der studierte Betriebswirt kann sich und somit auch die Nationalelf sehr gut verkaufen, was beide für potentielle Sponsoren interessant macht. Und auch der größte Sportverband der Welt verzichtet ungern auf den ein oder anderen Premiumsponsor mehr. So bleibt zu hoffen, dass zumindest auf dem grünen Rasen Ballack & Co. das gleiche Gift versprühen wie Zwanziger, Bierhoff und Löw.